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Die Anlage

Position der Sternwarte:

Breite  46.452853° /  46°27’10.27″N

Länge  11.462696° /  11°27’45.71″E

Die Sternwarte “Max Valier” ist ein Millenniums Projekt der EU zum Jahr 2000. Die ersten Planungen begannen aber schon früher, sodass im Juni 2000 mit dem Bau begonnen werden konnte. Zwei Jahre später erfolgte die offizielle Eröffnung.

Die Kosten in Höhe von 580.000€ wurden zu 75% von der Südtiroler Landesregierung, zu 20% von der Stiftung Südtiroler Sparkasse und zu 5% von der Gemeinde Karneid getragen.

Die Sternwarte wird vom Verein der Amateurastronomen Max Valier im Auftrag der Gemeinde Karneid geführt.

MAX VALIER

Das Hauptfernrohr der Sternwarte ist ein Cassegrain-Spiegelteleskop mit 80 cm Spiegeldurchmesser. Es wird von einer stählernen Gabelmontierung auf massivem Betonsockel getragen. Der Spiegel allein, der wichtigste Teil des Teleskops, ist mit einer Genauigkeit von einem Zehntausendstel Millimeter in parabolischer Form geschliffen.

Strahlengang eines Cassegrain-Teleskops
Von Szőcs Tamás Tamasflex – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8631267

Durch den gefalteten Strahlengang beträgt die effektive Brennweite 8 m. Im Brennpunkt lässt sich ein Okular für die visuelle Beobachtung oder eine fotografische Einrichtung anbringen. Das Teleskop besitzt die 10.000-mal größere Lichtsammelfläche als das Auge, es kann damit 10.000-mal schwächere Himmelsobjekte zeigen. Die größte sinnvolle Vergrößerung beträgt etwa 500. Das gesamte, etwa 3.500 kg schwere Teleskop bewegt sich wie ein Präzisionsuhrwerk um die eigene Achse, um die Erdrotation auszugleichen.
Die Kuppel wurde von der Firma Baader Planetarium geliefert. Sie hat einen Durchmesser von 6 m und besteht aus Fiberglas mit einer weißen Beschichtung aus Titandioxid. Das Spiegelteleskop lieferte die Firma Astrooptik Keller. Es ist ein Cassegrain-Teleskop mit einem Durchmesser von 80cm und den Brennweiten f/10 oder f/6 und hat einen Friktionsantrieb.
Das Linsen-Teleskop ist von der Firma Takahashi: 152 mm apochromatischer Refraktor, Brennweite f/8

PETER ANICH

Die Kuppel für das Sonnenobservatorium „Peter Anich“ mit einem Durchmesser von 4,2 m, wurde, wie auch schon die Kuppel der Sternwarte „Max Valier“, von Baader Planetarium samt zugehörigem Unterbau geliefert und montiert. Die selbsttragende, doppelschalige, thermisch isolierte Kunststoffkuppel aus Polyester besteht aus 6 Segmenten, außen mit Titandioxid weiß eingefärbt. Die Kuppel kann im endlosmodus um 360 Grad gedreht werden. Kuppeltor und Klappe werden elektrisch betrieben. Zwei Zugänge zur Kuppel ermöglichen Führungen auch bei größerem Besucherandrang.

Das Sonnenteleskop selbst besteht aus dem Baader Calzium-Flourit Triplet Apochromat mit 193 mm Öffnung, 1460 mm Brennweite, hergestellt nach Design von Carl ZEISS. Zusätzlich ist ein Refraktor William Optics FLT110 im Einsatz. Das Leitfernrohr ZEISS AS 80/840 und ein Sucherfernrohr 9 x 60 mit beleuchtetem Polsucher – Fadenkreuz vervollständigen die optische Konfiguration.

Die Montierung stammt von der Firma 10Micron. Es handelt sich um das Modell GM 4000, das nach der sogenannten Deutschen Montierung, entwickelt von Joseph von Fraunhofer um 1820, gefertigt wurde.

Die Einrichtung zur Sonnenbeobachtung besteht aus einem C-ERF-Filter (Cool Energy Rejection Filter) und aus dem „Solar Spektrum“ H-alfa Oberflächenfilter. Der C-ERF-Filter lässt nur den roten Lichtanteil des visuellen Spektrums passieren und schützt damit das H-alfa-Filterpaket.
Der H-alfa-Filter SOLAR SPECTRUM von Baader Planetarium hat eine Halbwertsbreite von 0,65 Angström und wird zur Haltung der exakten Durchlasskurve über einen elektronischen Thermostat beheizt und überwacht. Es dient zur Beobachtung der Sonneneruptionen. Des Weiteren verfügt das Sonnenobservatorium ein Filter, welches nur den grünen Lichtanteil anzeigt. Damit können die Sonnenflecken beobachtet werden.

Ein Planetenweg macht die Größenverhältnisse und Zusammenhänge im Sonnensystem direkt erfahrbar.

Für die Abstände der Planetenstationen und die Planetengrößen wurde durchgehend der Maßstab 1:1 Milliarde verwendet. Jede Planetenstation gibt Auskunft über die Eigenschaften des jeweiligen Planeten.

Der Weg bietet ein herrliches Panorama und führt durch Wiesen, Wälder und Biotope. Planen Sie ungefähr 2 bis 3 Stunden für Wanderung ein. Geeignet für Familien mit Kindern. Ausgangspunkt des Planetenweges ist die große Kuppel der Sternwarte.

Zwischen den beiden Kuppeln der Sternwarte befindet sich die kugelförmige Sonnenuhr.

Die massive Kugel aus Marmor mit einem Gewicht von ungefähr 2.000 kg stellt unsere Erde dar, wobei die Erdachse zum Polarstern ausgerichtet ist. Durch diese Ausrichtung ist eine genaue Beobachtung der Jahreszeiten, sowie der polaren Nacht bzw. des polaren Tages direkt möglich.

Der nördliche und südliche Wendekreis sind ebenso dargestellt, wie der Äquator. Die entlang des Äquators angebrachten Markierungen stehen in einem Abstand von jeweils 15 Grad. Jede Markierung entspricht somit einer Zeitverschiebung von einer Stunde. Die rote Markierung stellt den Meridian von Greenwich dar.

Aus dem Schattenwurf der Markierungen lässt sich damit die wahre Sonnenzeit auf jedem Punkt der Erde ablesen, sowie die jeweiligen Übergänge von der Tag- zur Nachtseite.